Was muss ich bedenken, bevor eine Katze bei mir einzieht?
Hier einige kleine Tips:

Freigang oder nicht?

vor der Anschaffung

Grundausstattung

Eine oder mehrere Katzen?

Eingewöhnung

Gefahrenquellen

 

 

Lasse ich meine Katze nach draußen?

Wer seine Katze(n) ausschließlich in der Wohnung hält, muss sich immer wieder anhören, dies wäre nicht artgerecht.
Wenn man jedoch die Gefahren bedenkt, die Katzen mit Freigang drohen, sollte man sich wohl überlegen, ob man ihnen diesen gewähren möchte.
Statistisch gesehen hat ein Freigänger eine Lebenserwartung von durchschnittlich 2 Jahren, eine Wohnungskatze hingegen wird über 15 Jahre alt. Auch Katzen mit einem Alter von 20 Jahren sind keine Seltenheit.
Eine Wohnungskatze ist von dir abhängig! Ihr steht es nicht frei, ihr Heim zu verlassen, wenn es ihr nicht gefällt. Es liegt in der Verantwortung des Katzenhalters, der Katze ein Heim zu bieten, dass ihren Bedürfnissen entspricht.
Selbst in einer kleinen Wohnung können sich Katzen sehr wohl fühlen, wenn man ihnen nur entsprechende Bedingungen bietet. Man kann Ihnen beispielsweise mehr Raum verschaffen, wenn man ihnen mehrere Ebenen der Wohnung zugänglich macht. Eine Katze, die die freie Natur nie kennengelernt hat, wird sie auch nicht vermissen.
Ein abgesicherter Balkon oder wenigstens ein gesichertes Fenster verschaffen dem Stubentiger frische Luft und ein paar Sonnenstrahlen. Wenn natürlich die Möglichkeit besteht, den Garten gut abzusichern oder ein Freigehege zu bauen - um so besser. Allerdings sollte es der Katze jederzeit möglich sein, ins Haus zu gelangen, z.B. über eine Katzenklappe.

Seiner Samtpfote Ausgang an der Leine zu gewähren ist eine weitere Möglichkeit.
Jedoch muss sie erst langsam daran gewöhnt werden und nicht jede wird davon begeistert sein. Bedenke jedoch, dass deine Katze, einmal daran gewöhnt, auf ihrem täglichen Ausflug bestehen wird, egal ob du gerade keine Zeit hast oder vielleicht krank bist.

"Echten" Freigang sollte man seiner Katze nur gestatten, wenn die Wohngegend es zulässt. Man sollte jedoch die Risiken gut abwägen. Neben der Gefahr die durch den Straßenverkehr u.ä. droht, besteht natürlich auch eine größere Gefahr der Ansteckung mit Krankheiten. 

Empfehlenswert ist es, die Katze beim Tierarzt tätowieren zu lassen und/oder ihr einen Mikrochip implantieren zu lassen. Man kann sie so in verschiedenen Haustierregistern eintragen lassen. Wird sie gefunden, kann der Besitzer ermittelt werden. Viele Katzen sind dadurch bereits wohlbehalten wieder nach Hause gelangt.

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 Was sollte ich vor der Anschaffung wissen und beachten?

Bevor man sich eine Katze anschafft, sollte man sich bewusst machen, dass man über viele Jahre hinweg Verantwortung trägt. Die Betreuung der Katze muss abgesichert sein, nicht zuletzt sollte man sich überlegen, wo die Katze während es Urlaubes bleibt.
Man muss bereit sein, auch einmal Einschränkungen hinzunehmen und sich in gewissen Dingen der Katze anzupassen. Wer es nicht verschmerzen kann, dass auch einmal ein Blumentopf zu Bruch geht, ein Teppich zerfranst wird, oder man auch mal geweckt wird, weil Kätzchen denkt, es müsse nun unbedingt spielen, der sollte sich gründlich überlegen, ob eine Katze für ihn der richtige Hausgenosse ist.

Sicherlich ist die Haltung eine Katze mit gewissen Kosten verbunden. Neben der Grundausstattung benötigt man Katzenstreu, gutes Trocken- und/oder Dosenfutter. Die Katze muss regelmäßig untersucht, entwurmt und einmal jährlich geimpft werden. Wenn sie leider doch einmal ernster krank wird, kommen schnell größere Tierarztkosten zusammen.
Alles in allem überwiegen natürlich die positiven Annehmlichkeiten, die Katze dankt es 100fach, wenn man sich um ihr Wohl bemüht.
Nichts geht über das tägliche Schmusestündchen, oder das gemeinsame Spiel, bei dem der Stubentiger die wildesten Sprünge vollführt. Allein der Anblick einer sich putzenden oder vor sich hin dösenden Katze kann ungemein beruhigen und ausgleichen.

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folgende Dinge gehören zur Grundausstattung


 
   Futter- und Wassernäpfe

    Katzentoilette + Streu
    Transportkorb                                              
    möglichst mehrere Kratz- und Klettermöglichkeiten (Katzenbaum)    
    geeignetes Spielzeug
    Katzengras und/oder Maltpaste                    
    geeignete Schlaf- und Ruhemöglichkeiten
    Kamm und Bürste (besonders bei langhaarigen Katzen)
    Sicherungen für Fenster und ggf. Balkon

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allein oder zu zweit?

Es wird immer wieder empfohlen, Katzen nicht allein zu halten. Vor allem wenn man berufstätig ist, und tagsüber niemand zu Hause ist, solle man überlegen, seinem Liebling kätzische Gesellschaft zu gönnen.

Man kann auch gleich zu Anfang zwei Kätzchen, eventuell sogar Wurfgeschwister, zu sich zu nehmen. Das Geschlecht der beiden spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Die Tiere sollten ohnehin zum gegebenen Zeitpunkt kastriert werden.  Hat man bereits eine Katze, sollte das neue Kätzchen möglichst jünger sein. Mit etwas Geduld gewöhnen sich jedoch auch ältere Katzen meist aneinander. 
Manche Katzen werden zwar nie dicke Freunde, mögen sich aber in gewisser Weise doch ganz gern. Eine solche Situation ist immerhin besser als die Einsamkeit.

Zweifellos gibt es natürlich Einzelgänger, die ihr Revier besser nicht mit anderen Katzen teilen möchten, aber in der Regel wird eure Katze die Gesellschaft eines Artgenossen schätzen.

Sicher gibt es auch bei Katzen spontane Sympathien und Antipathien. Merkt man, dass die beiden absolut nicht miteinander auskommen, ist, so schwer es fallen mag, eine Trennung das sinnvollste für beide. (Eventuell kann man mit dem Vorbesitzer/ Züchter eine "Probezeit" vereinbaren oder seine Samtpfote mit der Katze eines Bekannten zusammenbringen, um zu "testen" ob  überhaupt kätzische Gesellschaft toleriert wird.) Jedoch sollte man die Hoffnung keinesfalls zu früh aufgeben, denn anfängliches Gefauche und Pfotenhiebe sind völlig normal. (Wie die Kennenlernphase bei uns ablief, 
kannst du unter "Fraya's Einzug" nachlesen.)

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Die Eingewöhnung

Plant man, sich eine oder mehrere Katzen ins Haus zu holen, ist es sinnvoll, die Grundausstattung inkl. Futter (am besten das gewohnte) und Streu bereits im Haus zu haben. Die Katzentoilette und die Futternäpfe sollten bereits an Ort und Stelle stehen. (möglichst weit voneinander entfernt)
Für die Katzentoilette wählt man einen ruhigen ungestörten Platz.
Futter- und Wassernapf sollten nicht zu dicht beieinander stehen.
Kommt man mit der Katze im neuen Zuhause an, sollte man zuerst vermeiden, dass sämtliche Freunde und Familienmitglieder anwesend sind, um das Kätzchen zu bestaunen, es würde nur noch mehr verunsichert.

Es muss zuerst Vertrauen aufbauen, und die neue Umgebung vorsichtig kennenlernen. Man stellt die Transportbox in ein ruhiges Zimmer, und kann vorsichtig versuchen, der Katze zuzureden und sie herauszulocken. Du solltest ihr jedoch die nötige Zeit geben. Bei einem jungen Kätzchen brichst du das Eis leicht über das Spielen. Katzenklo und Futter sollten sich in Sichtweite befinden. Auf jeden Fall sollte man sich viel Zeit nehmen, um dem Kätzchen den Einzug leichter zu machen.
Ist die Katze in der Wohnung aufgewachsen und an ein Katzenklo gewöhnt, wird es sicherlich keine größeren Probleme mit Unsauberkeit geben.

Wir hatten leider nicht die Möglichkeit, diese Vorbereitungen zu treffen, denn unser Merlin war ein Findelkätzchen. Es war Improvisationstalent gefragt, denn wo bekommt man abends um 22.30 Uhr Futter und Katzenklo her?
Ein mit Folie ausgekleideter Karton mit Papierschnipseln ersetzte das Klo und ein paar Scheiben Wurst stillten den schlimmsten Hunger. Am nächsten Tag besorgten wir alles nötige und ließen den Kleinen gleich untersuchen. Dabei stellte sich heraus, das er erst ca. 6-7 Wochen alt war.
Mit der Eingewöhnung hatte Merlin keine Probleme, bereits nach 2 Stunden benahm er sich, als wäre er schon immer bei uns gewesen.

Bei Fundkatzen ist es besonders wichtig, sie schnell dem Tierarzt vorzustellen. Dieser wird sie auf Krankheiten und Verletzungen untersuchen und eventuelle Tätowierungen oder einen Chip feststellen, denn es kann sich um eine entlaufene Katze handeln, deren Besitzer sie schmerzlich vermissen.
Die Katze muss nun auch geimpft und entwurmt werden. Auch die Kontrolle auf Flohbefall ist wichtig.
In den meisten Fällen wird sich die Katze schnell an das neue Zuhause und die Dosenöffner gewöhnen und für viele Jahre ein angenehmer Mitbewohner und Freund sein.

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Gefahrenquellen

Auch innerhalb der Wohnung können viele Dinge eine Gefahr für die Katze bedeuten.
Hier das wichtigste in Kurzform:

-Kippfenster 

Ein Ausbruchsversuch durch ein angekipptes Fenster hat schwere Verletzungen oder den Tod zur Folge. Die Katze versucht zu entwischen, rutscht jedoch ab und klemmt sich durch ihre Bewegungen immer fester im Fensterspalt ein.
Geeignete Schutzgitter gibt es im Fachhandel.

-Balkon oder geöffnetes Fenster

Die Katze könnte herunterstürzen und sich so schwere Verletzungen zuziehen. Selbst wenn sie schon oft im Fenster oder auf dem Balkongeländer saß und nichts passierte - es könnte z.B. ein Vogel vorbeifliegen, den die Katze erhaschen will und sie verliert möglicherweise den Halt.
Es gibt verschiedene Schutzvorrichtungen, z.B. Netze, im Tierfachhandel. Mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich ein geeigneter Schutz auch selbst bauen.

-giftige Zimmerpflanzen 

Viele Katzen knabbern gern an Pflanzen. Viele unserer Zimmerpflanzen sind jedoch giftig für sie. Einige rufen z.B. "nur" Erbrechen hervor, andere sind tödlich. Im Internet gibt es diverse Giftpflanzenlexika speziell für Haustiere zur Information, eine besonders umfangreiche Datenbank mit Fotos der Pflanzen, Symptombeschreibungen und Suchfunktion findet beim

Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich 

oder bei der

Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn.

-kleine herumliegende Gegenstände

Katzen, besonders junge, spielen mit allem, was sie finden können. Kleine Gegenstände aber auch Nadeln könnten verschluckt werden und Verletzungen in Magen und Darm verursachen. Sogar bei Katzenspielzeug sollte darauf geachtet werden, dass es keine losen Kleinteile enthält.
Spielangeln oder Wollknäule sollte man seiner Katze niemals ohne Aufsicht zum Spielen geben - zu groß ist die Gefahr dass sich die Katze stranguliert.

-Steckdosen und Elektrokabel

Einige Katzen beißen gern in Kabel und lassen sich dies auch nicht abgewöhnen. Durchbeißen sie die Isolierung, kann dies schlimme Folgen haben. Man kann versuchen, die Kabel unzugänglich zu machen, z.B. unter den Teppich legen oder aber mit festeren Plastikschläuchen od. -röhren überziehen.

Gerade junge Katzen auf Erkundungstour durch die Wohnung machen sich oft an Steckdosen zu schaffen. Es gibt Kindersicherungen für Steckdosen aus Plastik, die hier Schutz bieten.

-Waschmaschine

Da sich Katzen gern verstecken und alles erforschen, sollte man unbedingt die Waschmaschine kontrollieren, bevor man sie befüllt bzw. einschaltet. Es gab schon Fälle, in denen sich eine Katze in die Waschtrommel legte, besonders wenn sich darin schon Wäsche befand, und unbemerkt blieb. In vielen Fällen konnte die Katze noch rechtzeitig gerettet werden, aber es hat auch schon tödliche Unfälle dieserart gegeben.

-Herd und offene Flammen

Der angeschaltete Herd sollte nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Die Katze könnte hinaufspringen und sich schwere Verbrennungen zuziehen. Nach dem Kochen kann man bis zur Abkühlung der Herdplatte einen großen Topf mit kaltem Wasser darauf stellen, der die Platte vollkommen abdeckt, um solchen Unfällen vorzubeugen.
Auch am heißen Backofen besteht natürlich Verbrennungsgefahr, besonders bei einer Glastür könnte die Katze aus Neugier ihre Pfötchen dagegenstemmen und sich so verletzen.

Auch Kerzen und andere offene Flammen stellen eine Gefahr dar, wenn ihnen die Katze zu nahe kommt. Deshalb können Katzenbesitzer auf rundherum  geschlossene Windlichter o.ä. ausweichen, von denen die Katze aber trotzdem ferngehalten werden sollte.
Stark riechende Duftkerzen sind ohnehin nicht zu empfehlen, da die Katzen den Geruch um ein vielfaches stärker wahrnehmen.

-Medikamente, Reinigungsmittel etc.

Medikamente sollten immer so aufbewahrt werden, dass die Katze sie auf keinen Fall erreichen kann. Für den Menschen recht harmlose Arzneimittel, wie z.B. Aspirin, können bei der Katze tödliche Vergiftungen bewirken. 
Auch Reinigungsmittel stellen eine große Vergiftungsgefahr dar. Man sollte sich nie darauf verlassen, das die Katze durch den für sie evtl. unangenehmen Geruch abgeschreckt wird. Aber nicht nur die direkte Aufnahme der Substanz ist gefährlich.
Auch durch das einatmen ätzender Dämpfe bestimmter Putzmittel kann sich die Katze schlimme Verätzungen der Schleimhäute und Atemwege zuziehen.
Generell sollte man Reinigungsmittel, Medikamente und ähnliches mit der gleichen Sorgfalt verwahren, als ob kleine Kinder im Haushalt leben würden. (Wobei natürlich zu bedenken ist, das höhergelegene Plätze für die Katze  - im Gegensatz zum Kind  - oft problemlos erreichbar sind :-)  )

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