Verstehen Sie "kätzisch"?
... die Sprache der Katzen...

Körpersprache
Um
zu kommunizieren, nutzen Katzen nicht nur ihre Stimme. Katzen untereinander
verständigen sich mit Ihrer ausdrucksstarken Körpersprache. Auch uns gegenüber
drücken sie
ihre Stimmung auf diese Weise aus.
Hier ein paar grobe Anhaltspunkte, die man jedoch immer im Kombination
miteinander bewerten sollte:
Ohren
An den Ohren einer Katze lässt sich sehr gut ihre momentane Stimmung erkennen. Sie kann ihre Ohren in alle Richtungen drehen, damit ihr auch nicht das kleinste Geräusch entgeht.
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normale, nach vorn gerichtete Haltung |
Entspannung, neutral gestimmt |
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aufgerichtet, Ohren „gespitzt“ |
Aufmerksamkeit,
Wachsamkeit |
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zur Seite gedreht |
die Katze fühlt sich gestört |
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nach hinten gedreht, am Kopf anliegend |
Aggression, Angriffsstimmung |
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wechselnde
Ohrbewegung, |
Unschlüssigkeit |
Augen

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weit geöffnet |
Erstaunen, Interesse, Aufmerksamkeit |
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halb geschlossen |
Ruhe und Entspannung |
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Augenzwinkern |
Freude, positiv gestimmt, Wohlbefinden |
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erweiterte Pupillen |
die Katze ist aufgeregt, sei es durch Angst, (bei normalem Tageslicht) Aggression, Freude oder starker Aufmerksamkeit (Spiel) |
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anstarren |
Imponieren, z.B. vor einem Angriff |
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zugekniffen |
Angst, Schutz beim Kampf vor Verletzung |
Katzen mögen nicht direkt angestarrt werden, dies drückt Aggression aus.
Schnurrhaare
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nach vorn ausgestreckt |
aufmerksam, erregt |
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nach hinten ans Gesicht angelegt |
Angst |
Schwanz
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normal herunterhängend |
neutrale Stimmung |
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steil aufgerichtet, evtl. Spitze gekrümmt |
Freude, Begrüßung |
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schlagende/peitschende Bewegungen |
Gereiztheit, Wut, Ärger, Unruhe (je nach Intensität), aber auch freudige Erregung beim Spielen |
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aufgerichtet und gesträubt(„Flaschenbürste“) |
Aggression, Verteidigung, Abschreckung, Drohung, Angst, Schreck |

Die Stimme
Katzen
verständigen sich in mit einer Vielzahl von Lautäußerungen in allen Tonarten.
Einige dieser Laute verwenden Katzen nur im Umgang mit dem Menschen,
wahrscheinlich haben sie sich diese im Laufe der Jahrtausende speziell für die
Kommunikation mit uns angeeignet.
Einige Katzen „erzählen“ sehr viel, andere gehen eher sparsam mit ihrer
Stimme um. Auch von Rasse zu Rasse gibt es Unterschiede. Siamkatzen
beispielsweise gelten als
sehr gesprächig.
Katzen können ganz liebliche, aber auch schrille, für das Menschliche Ohr
nicht gerade wohlklingende Laute von sich geben.

Ihr
Repertoire geht vom Schnurren, gurren, fiepen, rollenden Geräuschen über ein
liebliches, klagendes, forderndes, bittendes, aufgeregtes, ärgerliches ,...,
Miau bis hin zu knurren, fauchen und schreien. Jeder kennt wohl auch die Schreie
einer rolligen Katze oder den Gesang
eines werbenden Katers.
Jede Katze hat ihre persönliche Stimme und bevorzugte Geräusche, die sich unmöglich
alle an diese Stelle aufführen ließen.
Das Schnurren steht meist für Zufriedenheit, jedoch schnurren Katzen selbst in
scheinbar ungewöhnlichen Situationen. Sogar schwer kranke, oder gar sterbende
Katzen schnurren manchmal. In diesem Falle könnte des Schnurren der eigenen
Beruhigung dienen, oder um dem Gegenüber mitzuteilen „bitte tu mir nichts“.
Auch gibt es neue Spekulationen über das Schnurren zum Zwecke der
Selbstheilung. So sollen die beim Schnurren ausgesendeten
Schallwellen z.B. die Heilung von Knochenbrüchen beschleunigen.
Wie und was denkt meine Katze?
Was
unser Stubentiger über uns denkt, ist nicht einfach festzustellen. Die Katze
ist eher ein Stimmungstier, das sich von Gefühlen leiten lässt. Jedoch hat die
Katze ein gutes bildliches
Gedächtnis, und bringt bestimmte Gegenstände mit Erfahrungen und Erinnerungen
in Verbindung. Wenn du deiner Katze beispielsweise immer vom Einkauf etwas
leckeres mitbringst, kann sie es kaum erwarten, bis du mit den Einkaufstüten
nach Hause kommst. Sie wird in etwa denken:“ Oh, ja, gleich gibt es etwas schönes.“
und sich freuen.
Auch hat die Katze eine ausgeprägte innere Uhr. Sie weiß genau wann du nach
Hause kommst.
Wenn du immer zur gleichen Zeit nach Hause kommst, und dich
einmal verspätest, wird sie sich denken: „Wo bleibt er/sie nur?“
In solchen Situationen denkt die
Katze mit großer Zuneigung an dich, da es sicherlich anschließend
Streicheleinheiten oder ein Leckerli gibt.

Deine Katze macht sich über
dich so manche Gedanken. Diese werden von Ihrer Körpersprache
beeinflusst. Manche menschlichen Äußerungen kann die Katze jedoch überhaupt
nicht einordnen, z.B. wenn Sie sie auslachen.
Im Grunde sieht deine Katze dich, was dein Verhalten betrifft, als Mitkatze. Wenn
du mit ihr schimpfst und dich dabei aufrichtest und ihr drohst, lässt sie sich
davon genau so beeindrucken, wie von einer anderen Katze, die ihr so gegenübertreten
würde.
Wenn das Schimpfen jedoch ungerechtfertigt
ist, versteht die Katze dich nicht, sie wird misstrauisch oder nimmt dich in
Zukunft weniger ernst.
Viele Katzen ärgern sich über bestimmte Verbote, und kommen diesen, wenn überhaupt,
nur äußerst widerwillig nach. Sie mögen in diesem Augenblick denken: „Was
soll denn das, er verdirbt mir aber auch immer meine Pläne!“
Wenn sie aufgrund konsequenter Erziehung weiß, dass sie einen Fehler gemacht
hat, könnte sie auch denken: „ Stimmt, das darf ich nicht. Er hat mich wieder
daran erinnert.“
Wenn du mit freundlicher Stimme rufst, dich vielleicht dabei hinhockst, denkt die Katze,
du hast etwas für sie oder willst sie
streicheln. Eine solche Geste kann sie bestens einordnen.
Dein Stubentiger hat gewisse Erwartungen und Forderungen an dich. Wenn er miauend
vor der Tür sitzt, erwartet er, dass du ihn hinauslässt. Wenn du dem nachkommst, ist er mit
dir zufrieden. Außerdem erwartet dein Hausgenosse, dass du mit ihm spielst. Das gemeinsame Spiel mit ihrem Menschen macht der Katze großes
Vergnügen,
sie wird sicherlich denken: „Toll, das macht Spaß! Ein wunderbarer
Spielkamerad.“
Auch beim Streicheln und schmusen denkt sie mit Sicherheit positiv über dich.
Wenn jemand seine Katze ärgert, mag sie das natürlich überhaupt nicht. Sie lässt
viel über sich ergehen, hat oft eine Menge Geduld, weil sie nicht versteht, was
„ärgern“ ist. Sie wird entweder verwirrt vom Verhalten ihres Menschen sein,
oder misstrauisch werden, und ihm nicht mehr über den Weg trauen.

Katzen
sind sehr betroffen, wenn du plötzlich weniger
Zeit und Aufmerksamkeit für sie hast. Auch bei gewissen Veränderungen der
Lebensumstände, wie z.B. Familienzuwachs, fühlen sie sich vernachlässigt, und
denken sicher so etwas wie:“ Die haben mich nicht mehr gern und wollen mich
nicht mehr.“ Solche Veränderungen führen auch sehr oft zu Verhaltensstörungen,
mit denen die Katze ihren Unmut und ihre Traurigkeit zum Ausdruck bringt.
Denken und Fühlen gehen bei der Katze fließend ineinander über.
Ihre Stimmungen, sowie auch die Stimmung der Menschen, mit denen sie in Kontakt
kommen, beeinflussen die Katze stark.
Was
genau die Katze denkt, werden wir wohl nicht ergründen können, aber Verhalten,
Körpersprache und Laute in Kombination miteinander sind sehr aufschlussreich.
Jeder Katzenbesitzer lernt die Eigenheiten seiner Katze(n) kennen und wird sie
so im Laufe der Zeit immer besser verstehen.
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