Beginn der Domestikation



Zu den ältesten Haustieren gehörten gehörte neben Schaf und Ziege der Hund. Dessen Domestikation erfolgte bereits vor etwa 8000 - 10 000 Jahren.
Im Gegensatz zu ihm lebt die Katze, mit Ausnahme des Löwen, nicht im Rudel. Vielleicht ist dies einer der Gründe, warum die Katze erst viel später Anschluss an den Menschen fand. Zwar wurden nahezu gleich alte Knochen und Zähne auch von Katzen gefunden, jedoch handelte es sich hierbei noch um Wildformen. Über den Beginn der Domestikation der Katze werden von den Wissenschaftlern recht unterschiedliche Auffassungen vertreten.


Eine 4500 Jahre alte Wandmalerei in einem Grab von Sakkara bei Memphis zeigt eine falbkatzenähnliche Katze mit einem querverlaufenden Streifen im Halsbereich, welcher als Halsband gedeutet wird. Jedoch muss dies nicht heißen, das die Katze schon zum Haustier geworden war, denn auch Tiger, Löwen, Geparden und Servale wurden damals an den Königshöfen gehalten, ohne das es sich dabei um Haustiere handelte. In Ägypten hielt man neben der Falbkatze die luchsähnliche Rohrkatze. Sie wurde zur Jagd auf Wasservögel ausgebildet. Sie wurde jedoch ebenfalls nicht zum Haustier.
Das älteste Zeugnis einer mutmaßlichen Katzenhaltung sind Statuetten aus Westanatolien, deren Alter auf etwa 7600 Jahre geschätzt wird. Es handelt sich hierbei um Frauenfiguren, die Tiere von katzenähnlichem Aussehen im Arm halten.
Im südlichen Irak sollen Katzen schon im 3. Jahrtausend v. Chr. verbreitet gewesen sein. Man sieht sie zusammen mit Jägern und Hirten auf verschiedenen Wandmalereien.

 

Quelle: Peter Teichmann: "Wir und die Katzen" S. Hirzel Verlag Leipzig 1977

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